Alle Artikel zu Meinung

Das Dilemma zwischen Politik und Medien

Geschrieben Geschrieben von Björn Stecher in Meinung     Comments Keine Kommentare
Apr
8

Über Schuld und Sühne der Medien

Über die politische Kommunikation gibt es unzählige Zeitgeister, die tiefgreifende Analysen, Bewertungen und Thesen aufgestellt haben. Das gleiche gilt für die Rolle der Medien als die oft zitierte „vierte Staatsgewalt“. Beide sind wichtige Sparings-Partner in einer Demokratie. Politische Meinungen müssen verbreitet werden, wollen analysiert sein und mundgerecht dem Bürger auf einem Tablett serviert sein – dafür sind u.a. die Medien, wie Zeitung, TV, Internet und weitere da.

Politiker und die Medien sind mit den Jahren eine paradoxe Symbiose eingegangen. Die Medien wanken zwischen politischen Entertainment und der gesellschaftlichen und politischen Aufklärung. Die Politiker wiederum suchen mittels der Medien den Zugang zur Bevölkerung und verstehen sich in der Inszenierung  ihrer selbst. Getreu dem Motto – je lauter ich auf einem Marktplatz schreie, umso mehr Aufmerksamkeit bekomme ich, egal ob mich einer versteht oder nicht.

Zwei Fragen stellen sich bei diesem Thema :

  1. Kommen die Medien ihrer eigentliche Aufgabe der „vierten Gewalt“ noch nach oder warten sie nur auf den politischen Dieter Bohlen, der Ihnen die Auflage oder Einschaltquote bringt?
  2. Ist der Fokus der politischen Kommunikation eigentlich noch der Bürger oder ist sie nicht eher auf die Medien ausgerichtet?

Politainment

Hinter den Medien stecken große und kleine Unternehmen. Sie sind, wie jedes privatwirtschaftliche Unternehmen dem Wettbewerb  unterstellt. Im Sinne des eigenen Selbsterhaltungstriebes versuchen sich die Unternehmen von ihren Konkurrenten abzusetzen. Selbstverständlich schaffen sie das über die Anzahl der Personen, die ihre Medien wie Zeitung und Fernsehen nutzen. Denn die Anzahl dieser Personen gibt letztlich den Ausschlag, ausreichend Geld für Anzeigen und Werbung zu erhalten. Was tun, wenn die Gesellschaft den Eindruck erhält, Politik sei unattraktiv und wegschaltbar? Denn, wenn keine Nutzer; dann keine Anzeigen und Werbung; das birgt die Gefahr für den Selbsterhaltungstrieb. Das auslaufende Produkt Politik müsste aus Unternehmenssicht aus dem Produktportfolio der Medienunternehmen genommen werden.

Aus der Pflicht eine Tugend machen. Die Lösung: Wir machen Politik wieder attraktiv. Attraktiv ist, was weniger Politik ist und mehr Entertainment– denn das Publikum will es so. Es möchte krächzende Dieter Bohlens haben oder einen politischen Mario Barth.

Da verweilt Ulla Schmidt (ja, SPD) mit ihrer Story des gestohlenen Dienstwagens fast zwei Wochen auf den Titelseiten. Und der Herr von Guttenberg steht nicht wegen seiner angestrebten Bundeswehr Reform im Mittelpunkt, die nebenbei gemerkt wohl die größte Reform der Bundeswehr in Ihrer 56 jährigen Geschichte ist – stattdessen gibt es lieber Polittalks bei Anne Will, die der Frage auf den Grund gehen: Warum der Theodor denn nur so beliebt sein kann?  Gut der Keks ist nun auch schon zebröselt. Oder man sortiert halt die Politiksparte gleich aus und verw(a)ist sie auf einen eigenen Sender (Phönix), damit die Quotenkurve konstant niedrig bleibt.

Was bleibt?

Das Dilemma zwischen Profit eines Medienunternehmens und einem nicht nachgefragten politischen Angebot, ist eine Frage der Kreativität des Unternehmens (man hat es ja auch geschafft, den Eurovison Song Contest wieder attraktiv zu machen).

Die Vielzahl der unterschiedlichen Medien und ihrer speziellen Zielgruppen ermöglichen jeden sich individuell von Politik bis Entertainment zu informieren. Dabei spielen die öffentlich Rechtlichen eine wichtige Funktion. Sie sind aufgefordert unabhängig für Substanz zu sorgen und für Qualität im Journalismus. Die Auswahlmöglichkeit der Medien zwischen Print, TV – auch untereinander, sichert letztlich die Erfüllung der Aufgabe der Medien.

Jedoch sollte jedes Medienunternehmen im Rahmen seines Handels ein Stück gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und gute, politische und gesellschaftliche relevante Inhalte ohne den Fokus auf Spiel, Spaß und Gewinn dem Publikum sponsern.

Das GUIDO-Meter – Die Maßeinheit für Peinlichkeit

Geschrieben Geschrieben von Jana Stecher in Meinung     Comments 3 Kommentare
Feb
22

Politikerinnen und Politiker in Deutschland haben es nicht leicht: Nicht nur, dass sie einen recht anstrengenden Job haben, sie müssen zudem auch noch Vorbild für die gesamte Deutsche Nation sein. Alles, was sie tun oder jemals getan haben, kann ihrem Image und ihrer Glaubwürdigkeit schaden. Das schadet dummerweise dann aber auch dem Ansehen unseres Landes. Und sei das nicht schon schlimm genug, trägt jedes Fehlverhalten der Politiker zu einer immer größer werdenden Politiker-Verdrossenheit bei.

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Dem Volk und nicht den Mächtigen gehört die Macht!

Geschrieben Geschrieben von Jana Stecher in Meinung     Comments 1 Kommentar
Feb
14

Ich wäre nicht Mitglied unsere Initiative, wenn mich die Ereignisse im nahen und mittleren Osten kalt ließen. Gespannt habe ich verfolgt, wie die Menschen in Tunesien und Ägypten für ein Recht auf Demokratie und damit auch für ein Recht auf gerechte und freie Wahlen protestierten. mehr dazu

Emanzipiert von den Parteien? Berliner Volksentscheid erfolgreich

Geschrieben Geschrieben von Matti Nedoma in Meinung, Superwahljahr 2011     Comments 2 Kommentare
Feb
13

Die Bürger haben entschieden. Der Volksentscheid „Unser Wasser“ hat das vorgeschriebene Quorum erreicht. Über 665.000 Wahlberechtigte stimmten für die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben. mehr dazu

Direkte Beteiligung ist „alternativlos“

Geschrieben Geschrieben von Björn Stecher in Meinung     Comments 2 Kommentare
Feb
9

Es ist an der Zeit! Die informierte Gesellschaft im 21. Jahrhundert braucht neue Formen der politischen Beteiligung. Sind Volksentscheide auf Bundesebene wirklich nur Scheinarzenei? Das repräsentative Demokratiesystem ist überreif für neue Anreize partizipatorischer Handlungen. Die Argumente die gegen direkte politische Einflussnahme verstauben zusehends.  Wer meint, der Bürger sei gar nicht in der Lage, die Komplexität der Politik zu verstehen oder gar zu entscheiden, der stellt sich gegen die Gesellschaft. Wenn wir über Politik und deren Attraktivität sowie über Akzeptanz und Teilhabe reden, so kann der heutigen Verdrossenheit mit einer direkten Beteiligung auf Bundesebene Abhilfe geleistet werden.

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Komm ich jetzt ins Fernsehen? Das Leiden von Politik und Medien

Geschrieben Geschrieben von Matti Nedoma in Meinung, Superwahljahr 2011     Comments 1 Kommentar
Feb
7

Zeitungen, Fernsehen, Twitter, Facebook, Blogs – Willkommen im Informationszeitalter. Nie zuvor war es einfacher an Nachrichten in kurzer Zeit zu kommen als heute. Wer möchte, kann rund um die Uhr auf vielfältige Art und Weise Informationen zu allen denkbaren Themen finden. Wie werde ich ein guter Liebhaber? Wer macht die widerwärtigste Dschungelprüfung? Was kostet eigentlich Stuttgart 21? Die Dichte an Meldungen nimmt stetig zu. Eigentlich eine gute Nachricht. Informationen schaffen schließlich Transparenz. Doch wie beeinflusst das Medienzeitalter die Politik?

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„Und Nu?“ – Politische Aussage gleich Null?

Geschrieben Geschrieben von Martin Reiher in Meinung, Superwahljahr 2011     Comments 3 Kommentare
Feb
6

Bei manchem Wahlplakat fragt man sich ja schon, was sich die Erfinder dabei gedacht haben. Die CDU Hamburg hat mit ihrer Kampagne den Vogel abgeschossen und man weiß nicht so recht, was uns die Hamburger Christdemokraten damit sagen wollen. Auch wenn Wahlplakate scheinbar bei allen Parteien nicht so recht zum Transport von politischen Botschaften genutzt werden (der SPD-Herausforderer Olaf Scholz schreibt einfach nur „Vernunft“) sollte man doch zumindest ein Mindestmaß an Vernunft walten lassen.

Aus Wut mach´ Mut!

Geschrieben Geschrieben von Matti Nedoma in Meinung, Superwahljahr 2011     Comments 1 Kommentar
Feb
5

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat den Begriff „Wutbürger“ zum Wort des Jahres 2010 erklärt. Egal, ob Stuttgart 21 oder Castor-Transport: Überall gibt es lautstarke Proteste. Der Ruf nach Volksabstimmungen wird lauter. Vertreter aller politischen Richtungen befürworten inzwischen die Einführung plebiszitärer Elemente.

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Nichtwähler, die Deppen der Nation?

Geschrieben Geschrieben von Marc Breidbach in Meinung     Comments 7 Kommentare
Sep
16

Ein Gastbeitrag von Günter Ederer

„Warum soll ich wählen gehen? Die machen doch eh was sie wollen!“

„Politiker sind blöd – die denken nur an sich!“

„Lass mich in Ruhe, Politik interessiert mich nicht?“

Hallo – geht´s noch? Hast Du noch was in der Birne, wenn Du so denkst? So blöd wie Du kann dann gar kein Politiker sein. Gerade wenn Dein Urteil über unsere Politiker richtig sein sollte, dann wäre es doch umso konsequenter zur Wahl zu gehen und einen anderen zu wählen. Warum überlässt Du dann Deine Zukunft denen, die Du so konsequent ablehnst?

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Jugendverbände der Parteien Teil IV – Die GRÜNE JUGEND

Geschrieben Geschrieben von Jana Stecher in Meinung     Comments Keine Kommentare
Sep
13
Kathrin Spunk Sprecherin der Grünen Jugend

Kathrin Henneberger Sprecherin der Grünen Jugend

Nur gelebte Demokratie kann funktionieren.

Junge Menschen für Politik zu begeistern ist oft schwer. Dafür gibt es Gründe – aber auch Lösungen. Ein Artikel von Kathrin Henneberger, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND

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