Hamburger verpatzen Auftakt im Superwahljahr 2011

Posted Geschrieben von Martin Reiher in Superwahljahr 2011, Wahlbeteiligung     Comments 4 Kommentare
Mrz
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Ende Februar gab es in der Freien und Hansestadt Hamburg mit den Wahlen zur Bürgerschaft den Auftakt zum Superwahljahr 2011. Leider haben die Hamburger Wählerinnen und Wähler ihre gute Startposition nicht genutzt. Während bei der letzten Bürgerschaftswahl 2008 noch 63,5% der Wahlberechtigten von ihrer Stimme Gebrauch machten, lag die Wahlbeteiligung diesmal nur bei 57,3%. Dabei war schon 2008 die historisch niedrigste Wahlbeteiligung festzustellen gewesen.

Das Absinken der Wahlbeteiligung ist neben den weitgehend inhaltsleeren Wahlkämpfen der beiden großen Parteien wohl dem deutliche komplizierteren Wahlrecht zuzuschreiben. Die Hamburger konnten bei dieser Wahl erstmals bis zu 20 Stimmen auf Listen und Kandidaten verteilen. Das hat den ein oder anderen wohl doch verwirrt und zu Hause bleiben lassen. Oder seht ihr einen anderen Grund für die niedrigere Wahlbeteiligung? Und nehmen die Wählerinnen und Wähler in den anderen Bundesländern mit anstehenden Wahlen den Wettbewerb um eine höhere Wahlbeteiligung auf? Es bleibt spannend.


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4 Kommentare zu “Hamburger verpatzen Auftakt im Superwahljahr 2011”

  • @wimiffo – potenzielle CDU-Wähler? Die sind schon alle wählen gegangen. Der absurde Höhenflug der CDU lag an den zahlreichen Ole-Wählern, die nun keine Veranlassung mehr haben, diese Partei zu wählen. Abgesehen davon muss man sich bei der völligen Deckungsgleichheit der Programme der PArteien kaum wundern, dass die Leute ihren Sonntag lieber zuhause verbringen und nicht mehr wählen gehn.

  • @Frank Die Diskussion zum Wahlrecht vs. Wahlpflicht hat Wahlschlepper sogar schon mal angerissen: http://www.wahlschlepper.net/wahlrecht-vs-wahlpflicht/

  • Auf Grund der sinkenden Wahlbeteiligung steigt die Verantwortung de(s)r mündigen Wählers/Wählerin. Wer wählt, hat plötzlich mehr „Gewicht“-auch nicht schlecht.
    Zu diskutieren ist, ob eine Wahlpflicht da Abhilfe schaffen könnte!?

  • Möglicherweise liegt es auch daran, dass potentielle CDU-Wähler zu Hause geblieben sind. Nach dem Motto: Bei den Umfragewerten lohnt sich das ohnehin nicht, die Wahl ist verloren. Das würde auch erklären, warum doch noch eine absolute Mehrheit zustande kam.

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