Podiumsdiskussion – Wen kann man wählen?

Posted Geschrieben von Marc Breidbach in Meinung, Superwahljahr 2009     Comments 1 Kommentar
Sep
8

Günter_EdererLetzten Freitag (4. September) war ich auf der Veranstaltung „Parteien zur Wahl – Wen können die Bürger noch wählen?“. Diese Frage diskutierten vor ca. 200 Leuten der renomierte Wirtschaftsjournalist Günter Ederer sowie der ehem. Bundestagsabgeordnete Ferdi Breidbach. Von den Zuhörern wurde also einiges an politischem und auch wirtschaftlichem Vorwissen vorausgesetzt! Ich muss gestehen, wieder einmal bereue ich es, nicht im Besitz einer Videokamera zu sein. Die Fakten und Thesen wurden einem nur so „um die Ohren“ geworfen. Mitschreiben ein Ding der Unmöglichkeit.

In knapp 1 1/2 Stunden wurden die wirtschaftlichen Interessen hinter der These des Klimawandels und wie wir Bürger teilweise damit hinters Licht geführt wurden werden, die verfehlte Verkehrspolitik und natürlich auch die Finanzkrise beleuchtet. Auch die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland wurden kurz angesprochen. Schön nachzulesen in der Kolumne von Günter Ederer. Bemerkenswert fand ich die im Anschluss gezeigte Dokumentation „Planlos in die Zukunft – Wie Verkehrspolitiker Milliarden vergraben“. Diese Doku ist zwar schon etwas älter, aber geändert hat sich nichts!

Erschreckend für mich als sehr politikinteressierter Mensch: nach 1 1/2 Std. stellte ich mir selbst die Frage wen man eigentlich noch wählen kann. Aber zum Ende kamen beide dann doch noch zu einem sehr guten Schlusspunkt und so lautet mein Fazit: Wer nicht wählt unterstützt die Politik, die wir auf gar keinen Fall hier in Deutschland haben möchten. Wer etwas ändern will und nicht mit den sog. Volksparteien einverstanden ist soll eine Protestpartei wählen.

Linktipps:
Günter Ederer
Planlos in die Zukunft 1 2 3 4


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1 Kommentar zu “Podiumsdiskussion – Wen kann man wählen?”

  • Der Klimawandel ist nicht nur eine These. Ich finde diese Formulierung extrem problematisch. Wenn selbst die Bundesregierung, die immer noch brav eine Autoindustrie die den Wandel verschlafen hat fördert, erkannt hat, dass man gegensteuern muss (vgl. z.B. http://www.bmbf.de/de/8493.php und die dort aufgezählten Papiere). Natürlich gibt es Wirtschaftsunternehmen, die im Umstellungsprozess gut aufgestellt sind und gewissermaßen davon profitieren, aber es gibt auch bereich die durch den Emmissionshandel stärker belastet werden.

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