Sommerloch bei den Wahlschleppern
Jaja, schon war die Europa-Wahl vorbei, wurde es auch hier ruhiger. Aber ganz ehrlich nach dieser miesen Wahltbeiteiligung war es auch hart, sich wieder aufzuraffen.
Der ein oder andere Zweifel überfiel einen auch schon mal. Macht es wirklich Sinn wählen zu gehen?
27 Gründe zur Europa-Wahl zu gehen
An diesem Sonntag, den 07. Juni wird gewählt. Und diesmal dürfen wirklich alle ran. Alle in Europa wählen. Das sind 375 Mio. Wahlberechtigte in 27 Staaten. Und es wird prognostiziert, dass davon 270 Mio. Menschen nicht wählen gehen werden. Deswegen hier einfache 27 Gründe zum Wählen-Gehen.
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In einer Woche ist Europawahl: Hingehen!

Am 7. Juni wählen gehen!
In genau einer Woche, am 7. Juni 2009, ist in Deutschland und in vielen weiteren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Europawahl. Wahlschlepper startet den Wahl-Countdown und sagt: Wählen gehen!
Zur Europawahl: Das Europäische Parlament

Logo des Europäischen Parlaments
In einer Woche am 7. Juni 2009 sind Europawahlen – wir wählen dabei die Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Was sind die Aufgaben des Parlaments, was macht eigentlich so ein EU-Abgeordneter und warum ist es wichtig zur Wahl zu gehen? Dazu einige Infos… mehr dazu
Noch 10 Tage bis zur EU-Wahl – was nu?

22 Tage bis zur Eu-Wahl und kein Plan
Zum ersten Mal lese ich mir meine Wahlbenachrichtigung richtig durch. Sie ist nett formuliert – fast schon einladend steht dort:
„Sie sind in das Wählerverzeichnis eingetragen und KÖNNEN im nebenstehend angegebenen Wahllokal wählen.“
Würde es nicht auf so schnödem Verwaltungs-Briefpapier gedruckt sein und mir vielleicht noch ein nettes Besammensein mit Essen und Trinken versprechen, ich würd nicht lange nachdenken.
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28% bei der nächsten Europawahl
Es scheint ein trauriger Rekord zur werden – die Wahlbeteiligung bei der nächsten Europawahl. Welt-Online berichtet auf Grundlage der Eurobarometer Studie, dass die Wahlbeteiligung zur Europawahl 2009 in Deutschland gerade einmal 38 Prozent betragen könnte, dass ist deutlich geringer als zur letzten Europawahl 2004. Gefragt wurden 27.000 EU-Bürger. Im Gesamtdurchschnitt aller Mitgliedstaaten beträgt die Wahlbeteiligung sogar nur 28 Prozent. Das bedeutet, dass es fast zwei Drittel der Befragten Bürger egal ist, was mit Europa passiert bzw. sie sich nicht an der Wahl beteiligen wollen.
Erstwähler werden für die Europawahl begeistert
Der Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf lädt am 23. April die mehr als 12.500 Erstwähler im Bezirk zu einer Informationsveranstaltung zur Europawahl am 7. Juni ein.
Den Jugendlichen soll bei dieser Veranstaltung die Europäische Union und die Bedeutung der Europawahl näher gebracht werden: „Es ist unser Anliegen, den Erstwählern zu vermitteln, wie wichtig es ist, zur Wahl zu kommen“ sagte Christina Wegner, EU-Beauftragte des Bezirksamtes, der Zeitung „Berliner Woche“.
Das Wahlschlepper Twitter-Interview mit Norbert Hense
Immer mehr Politiker und solche, die es werden wollen, haben das Internet als die “Wahlkampf-Wunderwaffe” entdeckt. Daher verfolgen wir mit Interesse, dass immer mehr politisch geprägte Twitter-Accounts auftauchen.
Daher möchten wir schon jetzt die Gelegenheit nutzen, per Twitter einige der Kandidaten zu befragen. Wir begannen mit einem Interview mit Norbert Hense am Montag 16. Februar.
Norbert ist 18 Jahre jung und hat sich zum Ziel gesetzt, parteilos für mehr Volksentscheide einzutreten. Wir befragten ihn, was man gegen die sinkende Wahlbeteiligung tun kann und wie Twitter im Wahlkampf helfen kann. Übrigens ist der Gegenkandidat von Norbert kein Geringerer als Dr. Wolfgang Schäuble.
“Man muss Politik greifbar und erlebbar machen.”
Wahlschlepper: Hallo, warum nutzt du eigentlich Twitter?
Norbert Hense: So kann man am schnellsten Nachrichten verteilen. Auch kann man mit den Menschen ins Gespräch kommen.
Wahlschlepper: Was erhoffst du dir durch Twitter in Bezug auf deine Kandidatur für die Europa-Wahl?
Norbert Hense: Europa betrifft alle. Und mit Twitter kann man alle erreichen. Jeder kann mitlesen ohne komplizierte Anmeldung.
Wahlschlepper: Du bist ja sehr politisch. Warum aber in keiner Partei Mitglied?
Norbert Hense: Ich kann mich mit keiner Partei zu 100% identifizieren. Außerdem bin ich so freier in meinen Entscheidungen.
Wahlschlepper: Was willst du denn anders machen, als die großen Parteien, um die (Nicht-)Wähler zu erreichen?
Norbert Hense: Ich biete ihnen die Möglichkeit mit mir gemeinsam Politik zu machen. Das vergessen die Parteien leider zu oft.
Wahlschlepper: Siehst du deine Chance bei den Nicht-Wählern? Davon gibt es ja gerade bei der Europawahl genug.
Norbert Hense: Am ehesten bei denen. Denn dort finden sich die meisten Menschen, die die fehlende Demokratie der EU bemängeln.
Wahlschlepper: Was fehlt denn in der Demokratie der EU? Welche Mittel siehst du, um das zu ändern?
Norbert Hense: Das viele Entscheidungen von sehr wenigen getroffen werden. Gegenmittel: Volksentscheide auch für Europa!
Wahlschlepper: Wie stellst du dir denn Volksentscheide für Europa vor: 27 Länder mit ca 400 Mio Wählern und zu welchen Themen?
Norbert Hense: Dreistufige Volksgesetzgebung mit entsprechend fairen Hürden. Zu allen Themen, wenn die Bürger es wollen.
Wahlschlepper: Heißt das konkret, dass wir dann jeden Sonntag wählen gehen dürfen? Ist das gut für die Wahlbeteiligung?
Norbert Hense: Heißt es nicht. Wenn ein Volksentscheid droht, lenken die Regierungen oft schon ein.
Wahlschlepper: Aber du bist doch für mehr Volksentscheide? Dann müsste man ja auch mehr wählen gehen, oder?
Norbert Hense: Ich bin nicht für mehr Volksentscheide, sondern dafür, dass überhaupt einmal Volksentscheide möglich sind.
Wahlschlepper:Über welche Themen für Europa sollten wir denn abstimmen?
Norbert Hense: Sobald viele Menschen ein Thema so nicht haben wollen, wie es beschlossen wurde, müssen sie eingreifen können.
Wahlschlepper:Welches Thema ganz konkret schwebt dir denn für einen Europa-Volksentscheid vor?
Norbert Hense: Aktuell wäre der EU-Vertrag oder Pestizide. Auch Überwachungsmaßnahmen könnten Inhalt sein.
Wahlschlepper: Wie glaubst du, dass man junge Leute, zu diesen Themen zum Wählengehen bewegen kann?
Norbert Hense: Mit mehr Bürgerbeteiligung kann man viel erreichen. Man muss Politik greifbar und erlebbar machen.
Wahlschlepper: Wie würdest du als EU-Abgeordneter Politik greifbar machen?
Norbert Hense: Indem ich mich für direkte Demokratie einsetze und die Bürgerstimmen in meine Entscheidungen mit einbeziehe.
Wahlschlepper: Was ist für dich das Spannendste in deinem Wahlkampf?
Norbert Hense:Noch ist kein richtiger Wahlkampf, deshalb ist bis jetzt das Spannendste mit interessanten Leuten zu reden.
Wahlschlepper: Wie finden das denn deine Freunde, dass du dich so sehr politisch engagierst?
Norbert Hense: Eher neutral. Unterschrieben haben sie, aber das wars auch schon. Mal schauen was ich noch “wecken” kann.
Wahlschlepper: Aber gehen deine Freunde denn wenigstens wählen?
Norbert Hense: Sind alles Erstwähler und ich hoffe, dass sie gehen und natürlich für mich stimmen ;o).
Wahlschlepper: Das wünschen wir dir. Viel Erfolg beim Wahlkampf 2009. Vielen Dank für deine Zeit.
Das Interview führten Björn Stecher, Christian Engelland und Jana Purucker.
Wer alle Neuigkeiten von Norbert verfolgen will, findet ihn in Twitter als @norberthense
Reiher-Stecher-Duell
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Geschrieben von Jana Stecher in





