In Deutschland lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl bei 77,7%. 13,8 Mio der Wahlberechtigten haben nicht gewählt.
28% bei der nächsten Europawahl
Es scheint ein trauriger Rekord zur werden – die Wahlbeteiligung bei der nächsten Europawahl. Welt-Online berichtet auf Grundlage der Eurobarometer Studie, dass die Wahlbeteiligung zur Europawahl 2009 in Deutschland gerade einmal 38 Prozent betragen könnte, dass ist deutlich geringer als zur letzten Europawahl 2004. Gefragt wurden 27.000 EU-Bürger. Im Gesamtdurchschnitt aller Mitgliedstaaten beträgt die Wahlbeteiligung sogar nur 28 Prozent. Das bedeutet, dass es fast zwei Drittel der Befragten Bürger egal ist, was mit Europa passiert bzw. sie sich nicht an der Wahl beteiligen wollen.
Wählen mit 16
Mal wieder gibt es eine Debatte ob das Wahlalter in Deutschland auf 16 Jahre gesenkt werden soll. Zurzeit darf man ja bekanntlich erst mit 18 Jahren an der Bundestagswahl teilnehmen. Nun überlegen die Parteien es unseren österreichischen Nachbarn gleich zu tun und wollen auch die 16 jährigen Bürger und Bürgerinnen an die Wahlurne bitten. Der Vorstoß der Grünen und der FDP wird nun auch von der SPD unterstützt. Damit sollen sich die Jugendlichen “verstärkt in die Gesellschaft einbringen können”. “Für die Demokratie begeistern”, meinte Grünen Chefin Claudia Roth.
Warst du schon mal nicht wählen?
Die Wahlbeteiligung in Deutschland sinkt von Wahl zu Wahl.
Woran liegt das, was ist die Motivation von Nichtwählern? Wer von euch hat schon mal eine Wahl verpennt oder bewusst sein Wahlrecht nicht genutzt? Wir wollen eure Gründe erfahren und mit euch darüber diskutieren.
Schreibt uns, wieso ihr schon mal nicht gewählt habt!
Erstwähler werden für die Europawahl begeistert
Der Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf lädt am 23. April die mehr als 12.500 Erstwähler im Bezirk zu einer Informationsveranstaltung zur Europawahl am 7. Juni ein.
Den Jugendlichen soll bei dieser Veranstaltung die Europäische Union und die Bedeutung der Europawahl näher gebracht werden: „Es ist unser Anliegen, den Erstwählern zu vermitteln, wie wichtig es ist, zur Wahl zu kommen“ sagte Christina Wegner, EU-Beauftragte des Bezirksamtes, der Zeitung „Berliner Woche“.
“Piraten sind normale Bürger”
Was macht ein Pirat, wie Captain Jack Sparrow in einer politischen Partei? Dieser Frage wollten die Wahlschlepper auf den Grund gehen. Am 01. März interviewten wir per Twitter die Piratenpartei zu ihren Wahlzielen, zum Thema Politik im Internet und woran es liegt, dass die Wahlbeteiligung in Deutschland so niedrig ist.
Die Entwicklung der Wahlbeteiligung in Deutschland – Teil 1
Die Wahlbeteiligung in Deutschland war mal hoch, mal niedrig. Nichts liegt näher, als zu hinterfragen, welche Gründe es für diese Schwankungen gibt. Welche Aspekte könnten einen Einfluss auf die Wahlbeteiligung haben:
- Wetter
- Politisches Klima
- Vertrauen in das politische System
- Fernsehprogramm
- Arbeitslosenquote
- Historische Ereignisse
- Wirtschaftliche Lage
- Zufriedenheit mit der bestehenden Regierung
Dies sind nur einige Gründe. Es gibt sicher noch unzählige mehr, die ich im Laufe der Monate sammeln und in Verbindung bringen möchte.
Der Nichtwähler – ein Überblick
1990 muss für die Politik ein Schock gewessen sein. Naja, zumindest hatte die Presse etwas zu schreiben.
Hatte Willi Brandt es noch geschafft, die Wahlbeteiligung auf einmalige 91,1 Prozent zu heben, brachte Helmut Kohl bei seiner zweiten Wahl trotz oder wegen der Wiedervereinigung nur 77,8 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. Die Politiker hatten etwas zu grübeln, die Presse etwas zu schreiben und die Wissenschaft hatte ein spannendes neues Forschungsgebiet, die Nichtwähler – das unbekannte Wesen.
Mehr Wahlbeteiligung durch Internetwahl
Eine Frage, die sich die wahlschlepper und die gesamte politische Öffentlichkeit stellt, mit welchen Mitteln können wir die Wahlbeteiligung in Deutschland erhöhen. Neben der allgemeinen Politikverdrossenheit, kann der Prozess der Stimmabgabe auch hinderlich für viele Stimmen sein. Ist der Wahlakt heute noch zeitgemäß? Können wir mit neuen Formen der Stimmabgabe den Wahlgang attraktiver machen? Wie wäre es z.B. mit nett aussehenden Mädels als Wahlhelferinnen?
Oder ist vielleicht der Weg zur Wahlurne zu beschwerlich? Das Stichwort heißt Internetwahl oder auch eVoting. Mit einem Klick hätten wir die Möglichkeit zum Wahlabend unsere Stimme abzugeben. Die elektronische Stimmabgabe kann örtlich gebunden sein, so wie es mit Wahlcomputern in den USA der Fall ist. Diese Form ist in Deutschland sehr umstritten. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat sich damit schon beschäftigt.
Eine andere Form ist die Stimmabgabe via SMS, wie es die Bürger von Estland zur Europawahl versuchen wollen. Eine Stimmabgabe über das Internet, wäre auch möglich. Wie das aussehen soll, weiß eigentlich noch keiner, aber die politischen Parteien bemühen sich um Lösungen und haben es auf ihre To-Do-Liste gesetzt.
Wenn es um die Form der Internetwahl geht, muss man sich bspw. auch die Frage stellen, wer wirklich Zugang zum Internet hat und wer sich dort über Politik informiert. Der wahlschlepper Jan hat das schon mal analysiert.
Steigert denn aber die digitale Stimmabgabe auch die Wahlbeteiligung oder brauchen wir einfach nur attraktive Wahlhelferinnen und Wahlhelfer?
Diese Wahlbeteiligung ist doch wohl ein Witz.
Viele Bürger wenden sich von der Politik ab und verzichten auf ihr demokratisches Recht zu wählen.
wahlschlepper möchte partei-unabhängig und einfach Politik erklären und Interesse an Politik schaffen. Hier geht es nicht darum, für eine konkrete Partei zu stimmen, sondern sich wieder als Teil der Demokratie zu begreifen.
Reiher-Stecher-Duell
Neu auf wahlschlepper
- Wahlbeteiligung im Aufwind
- Das Dilemma zwischen Politik und Medien
- Sachsen-Anhalt startet Trend zu mehr Wahlbeteiligung
- Der Deutsche Bundestag
- Hamburger verpatzen Auftakt im Superwahljahr 2011

Geschrieben von Björn Stecher in







