Die Entwicklung der Wahlbeteiligung in Deutschland – Teil 2
Seit dem ersten Teil dieses Artikels sind nun schon mehr als zwei Jahre vergangen. Dazwischen lag eine Bundestagswahl, die der Bundesrepublik Deutschland einen neue Koalition und unserer Grafik einen weiteren Datenpunkt beschert hat. Leider hat unser Werben für mehr Wahlbeteiligung im Superwahljahr 2009 scheinbar nicht viel gebracht. Die Wahlbeteiligung sank nämlich erneut – auf den historischen Tiefstand von 70,8%. Das führte zu einer kleinen Pause unserer Aktivitäten, nach einem Jahr Schockstarre wollen wir aber auch im Superwahljahr 2011 wieder für mehr Wahlbeteiligung in Deutschland werben. Macht mit und helft uns, die Graphen zur Wahlbeteiligung wieder nach oben wachsen zu lassen.
Eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages zur Entwicklung der Wahlbetiligung in der Bundesrepublik Deutschland findet man HIER.
Take Five – panaschieren und kumulieren
Als wenn das Wahlrecht nicht schon kompliziert genug wäre, haben am 20. Februar die Hamburger WählerInnen (und auch die NichtwählerInnen) die Möglichkeit, ihre Stimmen auf Personen zu verteilen. Diese Stimmenverteilung nennt man panaschieren, also durchmischen und kumulieren (häufen).
mehr dazu
Keine fahrlässigen Experimente mit dem Wahlrecht!
von Michael Scheithauer, M.A.
In Deutschland nehmen die Bürgerinnen und Bürger immer weniger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Wahlbeteiligung sowohl bei Bundestagswahlen, insbesondere aber bei Landtags- und Kommunalwahlen zum Teil drastisch abgenommen. So musste bei zehn von elf Landtagswahlen seit der Bundestagswahl 2005 ein Negativrekord bei der Beteiligung verzeichnet werden, d. h. zehnmal sind im jeweiligen Bundesland so wenige Menschen zur Wahl gegangen als jemals zuvor. Und mit nur knapp über 40% wurde bei der Wahl zum Europäischen Parlament Anfang Juli gar die niedrigste Wahlbeteiligung bei bundesweit stattfindenden Wahlen seit 1949 gemessen.
Bundespräsident und Bundesversammlung
Bald schon steht die Wahl des Bundespräsidenten an – da es immer mal wieder Verwirrung darüber gibt, wie der eigentlich gewählt wird, wollen wir hier ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Berechnungsverfahren für die Sitzverteilung
Die Mandate des Deutschen Bundestages werden zur Hälfte über die Erststimme (Wahlkreiskandidat) und zur anderen Hälfte über die Zweitstimmen (Parteilisten) verteilt. Für die Berechnung der Sitzverteilung gibt es verschiedene Verfahren, von denen wir die drei bekanntesten vorstellen wollen.
ProEthik – ProReli – ProWahlen?
Wahlverdruss auch bei Volksentscheid in Berlin
In Berlin war gestern Wahltag. Diesmal ging es nicht um den Bundestag, Europa oder irgendwelche Kanzlerkandidaten, sondern um eine klare Frage zur Bildung.
Soll Religion zu einem Wahlpflichtfach werden oder soll alles so bleiben wie es ist.
Wählen mit 16
Mal wieder gibt es eine Debatte ob das Wahlalter in Deutschland auf 16 Jahre gesenkt werden soll. Zurzeit darf man ja bekanntlich erst mit 18 Jahren an der Bundestagswahl teilnehmen. Nun überlegen die Parteien es unseren österreichischen Nachbarn gleich zu tun und wollen auch die 16 jährigen Bürger und Bürgerinnen an die Wahlurne bitten. Der Vorstoß der Grünen und der FDP wird nun auch von der SPD unterstützt. Damit sollen sich die Jugendlichen “verstärkt in die Gesellschaft einbringen können”. “Für die Demokratie begeistern”, meinte Grünen Chefin Claudia Roth.
Überhangmandate – was ist das denn?
Überhangmandate entstehen dann, wenn eine Partei über die Erststimmen mehr Direktmandate erhält, als ihr nach den Zweitstimmen an Sitzen im Parlament eigentlich zustehen würden. Die Gesamtzahl der Sitze erhöht sich dann um diese Überhangmandate. mehr dazu
Erststimme und Zweitstimme
Schon mal Deine Stimme verloren? Naja, damit das nicht passiert, hier ein kleiner Exkurs, was man mit seiner Stimme bei der Wahl machen kann.
Erstimme
Mit der Erstimme wählst du einen Kandidaten direkt aus deinem Wahlbezirk. In Deutschland gibt es 299 Wahlbezirke. Die Wahlbezirke sind so aufgeteilt, dass sie ungefähr gleich viele Wähler haben. Mit der Erstimme (linken Seite des Stimmzettels) wählst du einen Kandidaten der sich in diesem Wahlkreis aufgestellt hat – sog. Direktmandat. Gewinnt dieser die meisten Stimmen, so vertritt er oder sie den Wahlkreis im Bundestag. Somit haben wir schon mal 299 von 598 maximalen Plätzen im Bundestag besetzt.
„Du kommst hier nicht rein…“ – Die Sperrklausel
Um in den Bundestag oder Landtag einzuziehen, muss jede Partei die 5 % Hürde knacken. Diese Hürde oder auch Sperrklausel genannt, verhindert bei einer Verhältniswahl, dass mehrere kleine Parteien in den Bundestag einziehen und es so zu einer starken Zersplitterung kommt. Geschichtlich gibt es die 5% Hürde seit der Bundestagswahl 1949, allerdings reichte es da schon aus, dass eine Partei in einem Bundesland die 5 % Hürde schaffte. Seit 1953 muss die Partei bundesweit die fünf Prozent erreichen, um auch in den Bundestag einzuziehen.
Reiher-Stecher-Duell
Neu auf wahlschlepper
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- Der Deutsche Bundestag
- Hamburger verpatzen Auftakt im Superwahljahr 2011

Geschrieben von Martin Reiher in








